AktuellesExponat des Monats

September 2026

Obst- und Gemüseschneider Pefra Triumpf (50/60er Jahre)

Bei dem Exponat handelt es sich um einen mechanisch betriebenen Küchenhelfer zum Schälen und Bearbeiten von Obst und Gemüse.

Der Pefra Triumph besteht überwiegend aus massivem Gusseisen und vermittelt durch seine robuste Konstruktion den für ältere Haushaltsgeräte typischen Eindruck von Langlebigkeit und hoher mechanischer Belastbarkeit.

Das Gerät verfügt über eine Handkurbel, über die ein eingespanntes Lebensmittel mechanisch an einem Schneid- bzw. Schälmechanismus vorbeigeführt wird. Je nach Ausführung ermöglicht die Konstruktion das gleichzeitige Schälen, Entkernen und spiral- bzw. spiralförmige Aufschneiden von Obst, insbesondere Äpfeln. Vergleichbare Anwendungen sind auch bei Kartoffeln und anderen geeigneten Lebensmitteln möglich.

Zur sicheren Nutzung besitzt das Gerät eine Schraubzwinge, mit der es an einer Tisch- oder Arbeitsplatte befestigt werden kann. Dadurch wird das relativ schwere Gerät während des Kurbelvorgangs stabilisiert.

Die Bedienung erfolgt vollständig mechanisch und ohne elektrischen Antrieb.

Das zu bearbeitende Obst oder Gemüse wird auf der vorgesehenen Haltevorrichtung befestigt. Durch Drehen der Handkurbel wird das Werkstück kontinuierlich gegen die Schneidvorrichtung geführt. Je nach Einstellung bzw. Konstruktion des Gerätes werden dabei Schale und gegebenenfalls Kerngehäuse entfernt, während das Fruchtfleisch in einer charakteristischen Spiralform geschnitten wird.

Die Konstruktion veranschaulicht eine historische Form der Arbeits- und Zeitersparnis im Haushalt: Wiederkehrende Tätigkeiten, die ansonsten mit einem Messer von Hand ausgeführt werden mussten, konnten mit einem solchen Gerät schneller und gleichmäßiger erledigt werden.

Kultur- und alltagsgeschichtliche Einordnung

Der Pefra Triumph steht exemplarisch für die Mechanisierung alltäglicher Arbeiten im privaten Haushalt des 20. Jahrhunderts. Besonders in der ersten Hälfte und Mitte des Jahrhunderts wurden zahlreiche manuell betriebene Küchengeräte entwickelt, die körperlich repetitive Tätigkeiten erleichtern sollten.

Damit ist das Objekt nicht nur als Küchenutensil, sondern auch als Zeugnis der Hauswirtschafts- und Technikgeschichte interessant. Es vermittelt einen Eindruck davon, mit welchen technischen Hilfsmitteln alltägliche Arbeiten in privaten Haushalten erleichtert wurden.

Das Exponat ist eine Schenkung an den Heimatverein Grevenbrück und wurde dem Museum der Stadt Lennestadt als Leihgabe zur Verfügung gestellt.

Text: Manfred Graf             Foto: Museum der Stadt Lennestadt