Exponat des Monats

Juli 2026

Benzinkanister mit Esso Logo aus den 1930er Jahre

Bei dem Exponat handelt es sich um einen Benzinkanister aus grün lackiertem Stahlblech. Auf mehreren Seiten des Behälters sind eingeprägte „Esso“-Logos vorhanden, die der Kennzeichnung des Herstellers beziehungsweise der Vertriebsmarke dienen. Der Kanister weist die für Kraftstoffbehälter des 20. Jahrhunderts typische rechteckige Form mit Tragegriff und Einfüllöffnung auf.

Der Kanister ist aus Stahlblech gefertigt, grün lackiert mit den Maßen 25 cm (Breite), 32 cm (Höhe) und 15 cm in der Tiefe

Der Benzinkanister diente der Lagerung und dem Transport von Kraftstoffen. Die mehrfach eingeprägten „Esso“-Logos weisen auf eine Verbindung zur Mineralölmarke Esso hin, die im 20. Jahrhundert zu den bedeutenden Anbietern von Treibstoffen gehörte. Die Prägungen dienten sowohl der Markenwerbung als auch der eindeutigen Zuordnung des Behälters im Handels- und Vertriebsnetz.

Solche Kanister waren insbesondere in der Zeit der zunehmenden Motorisierung von großer Bedeutung. Sie fanden Verwendung in privaten Haushalten, landwirtschaftlichen Betrieben, Werkstätten, Tankstellen sowie im Transportgewerbe.

Das Exponat dokumentiert die Entwicklung der Kraftstoffversorgung und die Verbreitung motorisierter Mobilität im ländlichen Raum. Gleichzeitig verweist es auf die Präsenz internationaler Mineralölunternehmen im regionalen Wirtschaftsleben. Als Alltagsgegenstand besitzt der Benzinkanister einen hohen dokumentarischen Wert für die Technik-, Wirtschafts- und Verkehrsgeschichte des 20. Jahrhunderts.

Der grün lackierte Benzinkanister mit mehrfach eingeprägtem Esso-Logo stellt ein technik- und wirtschaftsgeschichtlich relevantes Objekt dar.

Das Objekt wurde im ehemaligen Gasthof Molitor in Grevenbrück aufgefunden. Über die ursprüngliche Nutzung oder den genauen Zeitraum seiner Verwendung liegen derzeit keine gesicherten Informationen vor.

Der Fundort in einem ehemaligen Gasthof deutet darauf hin, dass der Kanister möglicherweise im Zusammenhang mit dem Betrieb von Kraftfahrzeugen, landwirtschaftlichen Maschinen oder Notstromaggregaten genutzt wurde. Und macht ihn zu einem aussagekräftigen Zeugnis regionaler Alltags- und Mobilitätsgeschichte.

Das Exponat gelangte als Fundstück in die Sammlung des Museums der Stadt Lennestadt.

Text: Manfred Graf             Foto: Museum der Stadt Lennestadt