August 2026
Ansichtskarte aus Förde-Grevenbrück vom 31.12.1895
Die historische Ansichtskarte zeigt mehrere Ansichten des Ortes Grevenbrück im damaligen Kreis Olpe. In dekorativer Jugendstil-ähnlicher Gestaltung sind verschiedene Motive zu einer Gesamtansicht kombiniert. Dargestellt sind unter anderem das Hotel zur Post, die Lennebrücke sowie ein panoramischer Blick auf die umliegende Landschaft mit der „Chemischen“, Wohngebäuden und Feldern. Florale Elemente mit Stechpalmenzweigen rahmen die Bildfelder ein.
Die Karte trägt die Aufschrift „Gruss aus Förde-Grevenbrück“ und wurde am 31. Dezember 1895 handschriftlich beschrieben. Die verwendete Schrift ist eine
zeittypische deutsche Kurrentschrift. Der Druckvermerk am linken Rand weist auf die Herstellung durch die Firma Rudolf Becker in Wiesbaden hin.
Übersetzung:
Förde – Grevenbrück den 31.12.1895
Zum Jahreswechsel empfangt die herzlichsten Glücks- und Segenswünsche von Mutter von euren Fritz und Theresa
Grüße an Familie Hoffmeister
Grevenbrück, ursprünglich als Förde bekannt, entwickelte sich im späten 19. Jahrhundert zu einem bedeutenden Verkehrs- und Industriestandort im Lennetal. Die Ansichtskarte dokumentiert diese Entwicklung, indem sie sowohl repräsentative Gebäude als auch die industrielle Infrastruktur der Region hervorhebt. Solche mehrteiligen Lithografien waren gegen Ende des 19. Jahrhunderts ein beliebtes Medium zur Verbreitung lokaler Ansichten und dienten zugleich als Erinnerungs- und Grußkarten.
Das Exponat vermittelt einen anschaulichen Eindruck von Ortsbild, Architektur und wirtschaftlicher Entwicklung Grevenbrücks um 1895. Gleichzeitig dokumentiert es die Kommunikations- und Reisekultur des ausgehenden 19. Jahrhunderts und stellt eine wertvolle Quelle für die Regionalgeschichte des Sauerlandes dar.
Das Exponat ist eine Schenkung an den Heimatverein Grevenbrück.

