AktuellesExponat des Monats

November 2026

Laterna magica 

Das Exponat des Monats ist die „Laterna magica“. Sie gilt als Vorläufer der modernen Diaprojektoren sowie der Filmprojektion und war im April 2008 schon einmal im Museum ausgestellt.

Die Laterna magica, auch Skioptikon genannt. (lateinisch „Zauberlaterne“) ist ein Projektionsgerät, das vom 17. bis ins 20. Jahrhundert hinein in ganz Europa verbreitet war und im 19. Jahrhun­dert zum Massenmedium avancierte. Erfunden wurde sie wahrscheinlich im Jahre 1656 von dem niederländischen Physi­ker Christiaan Huygens (1629-1695).

Eine der ersten wissenschaftlichen Laterna magica Darstellungen ist in „Ars magna lucis et umbrae“ (lat.) – „die große Kunst von Licht und Schatten von Athanasius Kircher aus dem Jahr 1671 zu finden. Der Projektionsapparat reflektiert mit Hilfe von Petroleumlampen als Lichtquelle, sowie mit Hohlspiegel und Konvexlinsen auf Glasplatten ge­malte Bilder vergrößert an die Wand.

In den Anfangsjahren wurde die Laterna magica so aufgestellt, dass sie für die Zuschauer nicht sichtbar war. Als Projektionsfläche diente häufig Rauch, so dass der Eindruck von frei im Raum schwebenden   Figuren ent­stand.

Sie bekam daher auch den Namen „Schreckenslaterne“. Im 19. Jahrhundert entwickelte sich das Projektionsgerät zum Massenmedium.

Die Laterna magica wurde ein Unterhaltungsmedium für die ganze Familie.

Die jetzt vorgestellte „Laterna magica“ ist über 100 Jahre alt. Sie ist eine Leihgabe von Engelbert Stens aus Grevenbrück. Seinem Vater, Heinrich Stens, geb. 1899, wurde dieses Projektionsgerät als Kind geschenkt.

Die jetzt vorgestellte Laterna magica ist noch im Originalkarton mit ent­sprechender Gebrauchsanweisung zu sehen. Auch die entsprechenden Glasplatten sind noch vorhanden. Das Projektionsgerät ist daher noch voll funktionstüchtig.

Text: Manfred Graf             Foto: Museum der Stadt Lennestadt