Kartoffelernte wie in früheren Zeiten

Bei strahlendem Sonnenschein trafen sich kürzlich an einem Samstag etwa 20 Kinder mit ihren Eltern auf einem Kartoffelfeld im Tal des Veischedebaches. Dort hatte der Heimat- und Verkehrsverein im Frühjahr Kartoffeln der Sorte „Belana“ gepflanzt. Inzwischen waren sie so weit gereift, dass geerntet werden konnte. Mit einem 100 Jahre alten Kartoffelroder, hergestellt von der Firma Hermann Quegwer aus Bunzlau in Schlesien, gezogen von dem vereinseigenen Traktor, wurden die Kartoffeln aus dem Boden heraus auf den Acker geschleudert. In Drahtkörben sammelten fleißige Kinderhände die Knollen auf. Nach getaner Arbeit gab es in fröhlicher Runde erfrischende Getränke und Kaffee mit Waffeln und Kuchen. Die trockenen Kartoffelsträucher wurden gesammelt und im „Kartoffelfeuer“ verbrannt. In der Glut garten bald zahlreiche Kartoffeln, die mit Butter bestrichen Eltern und Kindern köstlich schmeckten.
Das abgeerntete Feld ist bereits mit Roggen bestellt worden, um im kommenden Jubiläumsjahr – 875 Jahre Grevenbrück – eine Getreideernte und den Dreschvorgang nach alter Art vorzuführen.